Kindernachrichten

Wie entsteht ein Vulkan?

Archivartikel

Der zehn Jahre alte Nicklas aus Mannheim möchte wissen, warum es Vulkane gibt und wie es zum Ausbruch kommt.

Wir spüren es zwar nicht, aber unsere Erde ist ständig in Bewegung. Das gilt auch für die Erdkruste. Sie besteht aus verschiedenen Teilen, die man „tektonische Platten“ nennt und die sich bewegen. Unter der Erdkruste verbirgt sich ein riesiger Ball aus heißem, geschmolzenen Gestein. Wenn sich nun die Platten verschieben, kann es sein, dass an irgendeiner Stelle flüssiges Gestein – man sagt auch Magma – bis zur Oberfläche steigt.

So entstehen auch Vulkane, die man nie sieht: Sie befinden sich unter Wasser, am Meeresgrund. Wenn sich dort nämlich Platten voneinander wegbewegen, kann aus der Spalte Magma aufsteigen. Wenn viel Magma austritt, steigt es bis über den Meeresspiegel und wird beim Erkalten zu neuem Boden. So ist Island entstanden. Stoßen zwei Platten zusammen, entsteht ein Gebirge. Wenn die Platten dabei brechen, kann ebenfalls Magma an die Oberfläche gelangen.

Bei einem Vulkanausbruch spuckt der Vulkan Magma aus. Der Grund dafür liegt etwa 100 Kilometer tiefer: Weil es unter der Erdoberfläche so heiß ist, dehnt sich das flüssige Gestein aus, der Druck wird immer stärker. Wird ein kritischer Punkt überschritten, bricht der Vulkan aus. Sobald das Magma bei einem Vulkanausbruch aus der Erde quillt, heißt es Lava.

Der Ätna, der höchste aktive Vulkan Europas, liegt auf der italienischen Insel Sizilien und entstand vor etwa 600 000 Jahren an einer Stelle, wo eine Bucht weit in das Landesinnere hineinreichte. Das Gebiet rund um den Vulkan, der zuletzt 2019 ausbrach, ist übersäht mit Lavastein – und äußerst fruchtbar. Deshalb gibt es dort eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zu bewundern. ble