Kindernachrichten

Wie entsteht Raureif?

Die zehn Jahre alte Olivia aus Mannheim möchte wissen, warum es Raureif gibt und woraus er gemacht ist.

Als hätte man alles mit Puderzucker bestreut: So sieht es oft am frühen Morgen aus, jetzt, wo die Nächte kälter werden. Alles ist von einer dünnen weißen Schicht überzogen. Dabei kann es sich um Raureif handeln. Doch wie entsteht er? Dafür braucht es vor allem zwei Dinge: eine hohe Luftfeuchtigkeit. Und große Kälte. Der Wind spielt auch eine Rolle – doch er darf nicht zu stark sein!

Aber von vorne: In der Nacht kühlt die Luft über dem Boden stark ab. Herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit, bilden sich kleine, winzige Tröpfchen – das ist Tau.

Wenn die Temperatur dann aber noch weiter sinkt und Minusgrade erreicht, kann sich Raureif bilden.

Seine Kristalle sind spitz und sehen ein bisschen aus wie Nadeln. Sie sind aber auch sehr empfindlich: Weht der Wind zu stark, könnte er die Kristalle aber zerstören und den Raureif quasi einfach davon pusten. Raureif wächst übrigens immer dem Wind entgegen.

Raureif wird auch oft mit Reif verwechselt: So nennt man Eisablagerungen, die sich in der Nähe des Bodens und direkt an Gegenständen bilden. Raureif dagegen entsteht in der Luft – und lässt sich dann an einer Stelle nieder.

Eine Sonderform von Raureif ist die Eisblume. Typischerweise entstehen sie an Fenstern: In winzigen Unebenheiten auf der Scheibe kann sich Wasser aus der Luft ablagern. Immer mehr Wasserteilchen kommen dazu – die Eisblume wächst. So können wunderschöne Muster entstehen. ble