Kindernachrichten

Wie funktioniert ein Tintenkiller?

Der acht Jahre alte Max aus Gadernheim hat gleich mehrere Fragen: Aus was besteht Tinte? Seit wann gibt es Tinte? Und was ist im Tintenkiller, damit er die Tinte wieder verschwinden lässt?

Viele Schulhefte würden ohne Tintenkiller wohl ziemlich unordentlich aussehen. Um zu verstehen, wie der Zauberstift funktioniert, müssen wir uns tatsächlich erst einmal die Tinte genauer anschauen. Tinte wurde bereits um 3000 v. Chr. in Ägypten verwendet. Zu dieser Zeit wurde sie noch überwiegend aus Ruß gemacht. Heute wird sie industriell hergestellt, die wichtigsten Zutaten dafür sind Wasser, Farbstoff und Befeuchtungsmittel. Wichtig ist: Vor allem die königsblaue Tinte besteht aus kleinen Teilchen – Farbmolekülen –, die das Licht einer bestimmten Wellenlänge absorbieren und die Komplementärfarbe, nämlich Königsblau, wieder zurückgeben. Fährt man nun mit einem Tintenkiller über die Tinte, vermischen sich die beiden. Dadurch verändert sich die Struktur der Farbmoleküle: Sie absorbieren dann nur noch UV-Strahlung – und sind für unsere Augen von nun an unsichtbar. Das heißt: Die Farbe verschwindet nicht einfach, wir können sie nur nicht mehr sehen. Ein Tintenkiller löscht also keine Tinte, er entfärbt sie nur. Weil schwarze oder rote Tinte sich in der Zusammensetzung von einer blauen Tinte unterschieden, lässt sie sich von Tintenlöschstiften nicht entfernen.

Und wie wendet man den Tintenkiller am besten an? Man sollte nicht zu lange und zu stark drücken, damit das Papier nicht aufweicht. Es reicht, ein oder zwei Mal mit dem Stift über eine Stelle zu streichen. Die Tinte sollte außerdem getrocknet sein, bevor man den Tintenkiller benutzt. ble