Kindernachrichten

Wie ist der heutige Mensch entstanden?

Leon von der Schillerschule Mannheim möchte wissen: Wie sind die Menschen entstanden?

Vor etwa 3,5 Milliarden entwickelten sich die ersten Lebewesen – die sogenannten Einzeller. Diese Lebewesen bestanden nur aus einer einzigen Zelle und entwickelten sich später zu Algen und dann zu den ersten Wirbeltieren. Nach und nach entstanden neue Arten und Gattungen und wer sich an neue Lebensräume gut anpasste, der überlebte. Und das machten die Vorfahren des Menschen ganz besonders gut: Der Australopithecus zum Beispiel, der vor rund vier Millionen Jahren die Erde bewohnte, lebte in weiten Feldern Afrikas. Weil er seinen Lebensraum mit vielen gefährlichen Tieren teilte, brauchte er einen guten Überblick. Aus dem krummen Australopithecus, der auf allen Vieren lief und einem Affen sehr ähnelte, entstand Homo erectus – der aufrechte Mensch. Er hatte plötzlich die Hände frei und konnte Werkzeuge herstellen und somit auch jagen. Feuer nutzte er zum Kochen und zum Wärmen. Aus ihm ging wiederum der Homo heidelbergensis hervor, der sich in zwei weitere Menschenarten aufspaltete: dem Neandertaler und dem Homo sapiens – dem heutigen Menschen. Er entstand vor etwa 200 000 Jahren in Afrika und wanderte später nach Asien, Australien und von da nach Europa aus.

Was den Menschen von allen anderen Lebewesen unterscheidet ist vor allem sein „hoch entwickeltes und leistungsfähiges Gehirn mit etwa 85 Milliarden Nervenzellen“, sagt Michael Wink von der Universität Heidelberg. Der Mensch habe als einziges Lebewesen eine Sprache entwickelt. „Und wir leben gerne in Gruppe, kooperieren und helfen anderen“, so Wink.

Nebenbei: Die nächsten Verwandten des Menschen sind Schimpansen und Bonobos. Wie der Mensch gehören auch sie zu den Primaten. mica