Kindernachrichten

Wieso gibt es Zeitungen und welche Merkmale haben sie?

Wieso gibt es Zeitungen? Das möchte die zehn Jahre alte Zehra aus Mannheim wissen.

Seit mehr als 400 Jahren gibt es gedruckte Zeitungen. Die „Relation Straßburg“ war die erste. Sie wurde von Johann Carolus gegründet und erschien einmal in der Woche. Mit vollem Namen hieß sie übrigens „Relation aller fürnemmen und gedenckwürdigen Historien“, was so viel bedeutet wie: Zeitung mit wichtigem Inhalt. Und das stimmte: Im Blatt erschienen Nachrichten über den Papst oder neue Erfindungen in der Wissenschaft.

Es gab schon viel eher Zeitungen, die allerdings mit der Hand geschrieben wurden. Sehr aufwendig, fand auch Carolus. Mit dem Buchdruck mit beweglichen Lettern, den der Mainzer Johannes Gutenberg im Jahr 1447 erfand, wurde „Relation“ gedruckt. Diese neue Technik setzte sich schnell durch, so dass im Laufe des 17. Jahrhunderts in 70 deutschen Städten gedruckte Wochenzeitungen mit Nachrichten aus aller Welt erschienen. Die erste Tageszeitung kam 1650 in Leipzig heraus. Der Fortschritt brachte die Drucktechnik voran – und den Gedanken der Pressefreiheit. Dass Journalisten ihre Gedanken frei äußern dürfen und diese nicht etwa vom Staat vorgegeben oder eingeschränkt wird, ist seit 1949 im deutschen Grundgesetz verankert. Heute erscheinen in Deutschland täglich 323 Zeitungen. Daneben gibt es 23 Wochenzeitungen und sechs Sonntagszeitungen.

Eine Zeitung muss für jeden zugänglich sein, regelmäßig erscheinen und sich mit aktuellen Themen befassen. In verschiedenen Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport oder Lokales, werden vielfältige und vor allem wichtige Nachrichten behandelt. Diese werden dann verbreitet: In Zeitungen oder Zeitschriften aber auch als Beiträge im Radio, Fernsehen oder Internet. mica