Kindernachrichten

Wieso haben wir Haare auf dem Kopf?

Luis Gomes Costa (11) von der Schillerschule in Mannheim möchte wissen: Warum hat man Haare?

Die Haare auf dem Kopf eines Menschen schützen ihn vor allem vor Hitze – sonst könnte das Gehirn zu warm werden. Und Strahlen von der Sonne, die schädlich sein können, werden ebenfalls abgeschirmt. Vor vielen vielen Jahren hatten die Vorfahren des Menschen sogar überall Haare – ein Fell wie ein Bär.

Warum wir dieses Fell verloren haben, ist nicht ganz geklärt. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass das etwas mit dem Schweiß zu tun hat. Denn auf glatter Haut, also ohne viele Haare, kann Schweiß besser verdunsten – und kühlt so den Menschen besser, wenn es heiß ist.

Doch auch heute ist der Mensch nicht komplett nackt: Am ganzen Körper wachsen Haare, sie sind nur so fein, dass man sie nicht immer bei allen Menschen sehen kann. Es gibt aber Ausnahmen: die Fußsohlen, die Hände innen, sowie auf den Schleimhäuten und auf den Lippen wachsen keine Haare.

Haare haben nicht nur einen biologischen Sinn. Sie können auch ein Zeichen für Gesundheit und Schönheit sein.

Haare bestehen aus Horn, das heißt aus abgestorbenen Zellen. Genauso wie unsere Finger- und Fußnägel. Ein Mensch hat ungefähr fünf Millionen davon auf dem Körper. Zwischen 100 000 und 150 000 der Haare befinden sich auf dem Kopf. Die restlichen sind auf dem Körper verteilt. Blonde Menschen haben eher feinere Haare, dafür aber mehr: rund 150 000. Schwarz- und Braunhaarige haben dickere Haare und ungefähr 100 000 davon. Rothaarige nur 90 000.

Jedes Haar wächst ungefähr zwei bis sechs Jahre lang, dann wird es von einem nachwachsenden Haar abgestoßen.