Kindernachrichten

Wieso hat man Hunger?

Archivartikel

Wie entsteht Hunger? Das möchte die neunjährige Olsa wissen, die die Schillerschule in Mannheim besucht.

Das Gefühl kennt jeder: Es zieht und sticht in der Magengegend, der Bauch grummelt. Er kann sogar richtig knurren! Das passiert, wenn man Hunger hat.

Doch nicht der Bauch, sondern vor allem unser Gehirn sagt uns, dass wir Hunger haben – eine ganz bestimmte Region ist verantwortlich dafür. Sie nennt sich Hypothalamus. Dieser verfügt über zwei Zentren – eins ist zuständig für den Hunger, eins für das Sattsein. Beide Zentren können Hormone ins Blut schicken. Diese Stoffe veranlassen in uns entweder den Wunsch, etwas zu essen – oder das Gefühl, dass wir satt sind.

Hunger ist also ein Signal unseres Gehirns. Es sagt uns, wenn wir Energie brauchen. Aber auch andere Dinge können unseren Appetit anregen. Wenn ihr zum Beispiel eben noch überhaupt keinen Hunger gehabt habt, dann aber die Bolognese riecht, die eure Mutter gerade kocht – dann kann es sein, dass allein der Geruch Hunger bei euch auslöst.

Ist der Magen voll, fühlen wir uns satt – dafür sorgen Signale, die dann ans Gehirn geschickt werden. Wie lange ihr satt seid, hängt auch von dem ab, was ihr gegessen habt: Kohlenhydrate machen schnell satt, aber fettige Mahlzeichen sättigen länger.

Wichtig ist: In unserem Alltag haben wir ständig Essensangebote vor der Nase. Das sorgt auch dafür, dass wir öfter Lust haben auf Pizza oder Schokolade, obwohl wir so viel Nahrung gar nicht brauchen. Ein Mensch, der dann ohne richtigen Hunger trotzdem isst, nimmt mehr Energie auf als er verwerten kann. Die Folge ist dann Übergewicht. Die Lösung: öfter auch mal Nein sagen – und warten, bis der eigene Körper echte Hungersignale aussendet. ble