Kindernachrichten

Wo ist das Ende eines Regenbogens?

Die zehn Jahre alte Shayene aus Mannheim möchte wissen: Wie endet ein Regenbogen?

Leprechaun heißt ein Kobold aus irischen Mythen. Dem Aberglauben nach hortet er Goldmünzen, die er gut versteckt hat – und zwar am Ende eines Regenbogens. Das ist nur eine von vielen Legenden, die sich um das Naturschauspiel ranken. Entstanden sind diese, weil sich die Menschen lange nicht erklären konnten, warum manchmal ein Regenbogen am Horizont zu sehen ist. Und dann haben sie sich viele wundersame Geschichten darüber erzählt.

Um zu wissen, wie das Ende eines Regenbogens aussieht, muss man erst einmal verstehen, was ihn ausmacht und woher er kommt. Ein Regenbogen wird dann sichtbar, wenn es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint. Das hat mit dem Licht und seinen Eigenschaften zu tun. Auch wenn wir es als weiß oder farblos wahrnehmen, enthält das Licht der Sonne alle Grundfarben, also rot, orange, gelb, grün, blau, violett. Alle diese Farben kann man einzeln sehen, wenn Licht gebrochen wird. Und genau so entstehen die Farben des Regenbogens: durch die Brechung des Sonnenlichts in den Wassertropfen, die bei Regen zur Erde prasseln.

Wer einen Regenbogen entdeckt, nimmt ihn als einen Halbkreis wahr. Dann könnte man meinen, nur auf das Ende zulaufen zu müssen, um es zu erreichen. Wer das aber einmal versucht hat, weiß, dass der Regenbogen sich dann ebenfalls bewegt – nämlich weg von seinem Betrachter.

Tatsächlich ist es unmöglich, ans Ende eines Regenbogens zu gelangen: Der Regenbogen ist nämlich eigentlich ein Kreis. Das heißt: Er hat kein Ende. Es gibt auch keinen Goldschatz, der dort versteckt ist. Und trotzdem ist ein Regenbogen schön anzusehen. Das ist doch die Hauptsache. ble