Kino

Geburtstag Die US-amerikanische Schauspielerin Sigourney Weaver wird am Dienstag 70 Jahre alt

„Alien“-Heldin bricht nach Pandora auf

Archivartikel

Im düsteren Science-Fiction-Horrorfilm „Alien“ kämpfte Sigourney Weaver als Astronautin mutig gegen schleimige Monster. Als „Avatar“-Wissenschaftlerin erforschte sie die futuristische Welt von Pandora. Bei einer Größe von 1,80 Metern überragt sie die meisten Kolleginnen, auch viele männliche Ko-Stars schauen zu ihr auf. Weaver, die an diesem Dienstag 70 Jahre alt wird, hatte anfangs Probleme mit ihrer Statur. „Ich fühlte mich wie eine riesige Spinne“, erzählte Weaver im Juni der US-Zeitschrift „Parade“.

Schon mit elf Jahren habe sie ihre Mutter überragt. „Ich hatte nie das Selbstvertrauen, zu glauben, dass ich schauspielern könnte“. Mit 13 Jahren legte die Tochter einer britischen Schauspielerin und eines amerikanischen Fernsehchefs ihren Vornamen Susan ab und nannte sich Sigourney, nach einer Figur aus dem Roman „Der große Gatsby“. „Ich war zu groß für ,Sue’“, sagte sie im Interview. Weaver studierte Literatur und Drama. Sie war Ende 20, als Ridley Scott die Theaterschauspielerin entdeckte und sie in ihrer ersten größeren Filmrolle für sein Sci-Fi-Werk „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ anheuerte.

Eigentlich wollte sie die Rolle gar nicht. Das Skript sei ihr zu düster gewesen. Am Ende sagte sie Ja und schrieb als unerschrockene „Alien“-Heldin Ripley Filmgeschichte. Die Handlung an Bord des Raumschiffs, das von Aliens heimgesucht wird, sollte sich anfangs nur um Männer drehen. „Doch dann dachten sich die Drehbuchschreiber, dass es Zeit wäre, eine Frau als alleinige Überlebende zu haben“, erzählte Weaver. Regisseur Scott machte sie über Nacht zu Hollywoods starker Action-Frau. Weaver gilt als Wegbereiterin für starke Leinwandheldinnen wie Sarah Connor aus „Terminator“ oder Lara Croft.

Erfolgreiche Weltraum-Abenteuer

Weavers zweiter Auftritt in James Camerons „Aliens – Die Rückkehr“ brachte ihr eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein. Auch in „Alien 3“ und im vierten Teil war sie dabei. Für Cameron trat Weaver in einer weiteren Hit-Rolle vor die Kamera, als kettenrauchende Wissenschaftlerin Grace Augustine in „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. Mit 70 Jahren kehrt die Darstellerin nun auf den fernen Planeten zurück. Die Dreharbeiten zu gleich vier Fortsetzungen des 3D-Fantasy-Spektakels sind in Neuseeland angelaufen.

Weaver ist nicht auf Science-Fiction festgelegt. Im Leinwanddrama „Gorillas im Nebel“ verwandelte sie sich in die Primatenforscherin Dian Fossey. Ihre Fans können sich auch auf ihre Rückkehr in der geplanten „Ghostbusters“-Fortsetzung mit Bill Murray und Dan Aykroyd freuen. Seit vielen Jahren ist die Schauspielerin mit dem Theaterregisseur Jim Simpson verheiratet, die Eltern einer erwachsenen Tochter leben in New York. 

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