Kino

Alte Eisen liefern Tempo und erbauliche Ratschläge

„Cars 3 Evolution“: Sympathisch konventionell

„Speed, ich bin Speed“, es ist immer noch die gleiche Selbstmotivation, mit der sich Lightning McQueen auf seine Rennen beim Piston Cup vorbereitet. In den zwölf Jahren nach „Cars“, als er zum ersten Mal seine Runden drehte, hat sich freilich einiges verändert in Pixars animierter Welt des Motorsports. In „Cars 3: Evolution“ (2017) gehört der schnittige Rennwagen plötzlich zum alten Eisen. Und es ist irgendwie beruhigend zu sehen, dass auch junge Helden des CGI-Familienkinos altern. Wenngleich der rote Flitzer seine Probleme hat, mit dem sich abzeichnenden Karriereende. 1,3 Millionen Kinobesucher wollten hierzulande Lightning McQueens Ehrenrunde vor der Rente sehen.

Legenden sind nichts für die Ewigkeit, das muss man erst mal verdauen. Lightning McQueen jedenfalls muss sich in der wie stets mit detailreichem Perfektionismus animierten Autowelt der Pixar-Filmreihe an den Gedanken gewöhnen, irgendwann in Rente gehen zu müssen.

Natürlich ist Lightning McQueens mutmaßliche Abschiedstournee ein konventioneller Familienfilm, mit sympathischen Figuren, temporeichen Rennszenen und erbaulichen Ratschlägen fürs Leben, zugeschnitten auf ein durchanalysiertes Zielpublikum. tsch