Kino

Eine Hochzeit wird zum Alptraum

Archivartikel

„Das Leben ist ein Fest“: Neue Komödie des Regieduos von „Ziemlich beste Freunde“

Als erfahrener Hochzeitsplaner hat Max alles bis ins Detail organisiert: das Menü, die Band, die Blumen und das Service-Personal. Doch als die ersten Hochzeitsgäste anrücken, entwickelt sich die Feier auf einer Schlossanlage für ihn zum Albtraum: Die Musikgruppe sagt kurzfristig ab, das Fleisch fürs Hochzeitsmahl ist ungenießbar geworden und ein Teil des Personals rebelliert gegen die vom Bräutigam verlangte Kostümierung im Stil der Königshöfe des 17. Jahrhunderts.

Mit „Das Leben ist ein Fest“ hat das Regieduo des Welthits „Ziemlich beste Freunde“, Olivier Nakache und Eric Toledano, eine neue Komödie gedreht. Diesmal verwandeln die Regisseure eine Traumhochzeit in eine Chaos-Feier. Dabei geht es leichtfüßig mit viel Witz von einer Panne zur anderen. Doch Max hat viel Erfahrung und gibt so schnell nicht auf. Sein Motto lautet: sich anpassen. Und so wird getrickst und gemauschelt, wo es nur geht.

Statt des angekündigten Fleischgerichts werden salzige Blätterteigstücke aufgetischt, die ursprüngliche Band durch zweitrangige Musiker ersetzt, die dann wegen einer Lebensmittelvergiftung ausfallen. Doch als die vom Bräutigam ausgeführte verrückte Performance ins Wasser fällt, weil Max’ Mitarbeiter nicht in der Lage sind, den Mann an einem Ballon am Seil in der Luft zu halten, gibt er auf. Er lässt den Bräutigam verzweifelt davonschweben.

Nakache und Toledano können mit ihrer neuen Komödie nicht an den Kassenhit „Ziemlich beste Freunde“ von 2011 über einen lebensfrohen schwarzen Pfleger und einen reichen, querschnittsgelähmten Mann anschließen. Dazu fehlt es dem Stoff auch an Tiefgang, obwohl es ebenfalls sehr menschelt. Genügend Unterhaltungspotenzial bietet der Film aber. Er ist spielerisch, vermeidet peinliche Gags. In der Hauptrolle des Max haben die Regisseure auf Jean-Pierre Bacri gesetzt, einen der besten Komödianten Frankreichs.