Kino

Hartes Pflaster, harte Jungs

Archivartikel

„Criminal Squad“: Rapper 50 Cent mischt mit in einem echten „Männerfilm“

Wer 50 Cent alias Curtis Jackson über die Jahre so rappen hörte, konnte glauben, dass der Mann verbal ziemlich hart austeilen kann. Da wurden „Schädel geknackt“ und Blei „in deine Brust gepumpt“. Ähnlich geht es im Actionfilm „Criminal Squad“ zu, wenn Jackson, Gerard Butler und ihre Nebenmänner als Bankräuber und kriminelle Polizisten zum Sturmgewehr greifen. Harten Jungs mit einer Vorliebe für harten Stoff dürfte das reichlich Spaß machen.

Als „weltweite Hauptstadt des Bankraubs“ wird Los Angeles in „Criminal Squad“ vorgestellt. Entsprechend schwer bewaffnet geht eine Gruppe ehemaliger Elitesoldaten ans Werk, als sie sich in die US-Zentralbank einschleusen und mit 30 Millionen Dollar davon spazieren will. In Ray Merriman (Pablo Schreiber) findet die Truppe Schwerkrimineller ihren passenden Rudelführer.

Aber ein Bösewicht ist nur dann wirklich böse, wenn er Katz’ und Maus mit einem „good guy“ spielen kann. Und weil der Polizist „Big Nick“ O’Brien (Gerard Butler) nicht nur heftig trinkt und Prostituierte besucht, sondern eine Band an kriminellen Ermittlern anführt, ist der Showdown zwischen den Alpha-Tieren so gut wie vorprogrammiert. Frauen dienen im Film eher als hübsches Beiwerk: Sie bleiben stumm, strippen, verkaufen sich für Sex oder bleiben mit den Kindern zu Hause, während die Jungs Verbrechen begehen oder Verbrecher jagen. Dafür ließ Regisseur Christian Gudecast die Schauspieler Bootcamps durchlaufen, in denen beide Gruppen – die Verbrecher und die kriminellen Polizisten – auch getrennt trainierten.

„Criminal Squad“, im Original „Den of Thieves“ (Räuberhöhle), lässt den Zuschauern die Wahl: Stellt man sich hinter den Präzisionstäter Merriman, den gescheiterten Familienvater „Big Nick“ oder gar den unscheinbaren Fahrer Donnie (O’Shea Jackson Jr.)? Clever genug sind Gudecasts Drehbuch und Charaktere dafür allemal.