Kino

Liebesdrama zwischen Ost und West

Archivartikel

„Zwischen uns die Mauer“: Teenager bekommen in den 1980er Jahren Probleme in der DDR

Eigentlich kann Anna mit dem Osten nichts anfangen. „Ich war noch nie in der DDR gewesen“, sagt die Schülerin zu Beginn des Films „Zwischen uns die Mauer“. Es ist das Jahr 1986 und Anna fährt mit ihrer Kirchengruppe nach Berlin. Sie interessierten vor allem Partys und besetzte Häuser im Westen der Stadt, nicht „das fremde Land hinter dem Eisernen Vorhang“.

Aber es kommt anders. Als Anna (Lea Freund) mit ihrer Gruppe einen Pfarrer in Ost-Berlin besucht, verliebt sie sich in dessen Sohn Philipp (Tim Bülow). Der junge Mann mit Lederjacke und Nickelbrille denkt mehr und mehr über Flucht nach. Beide schreiben sich regelmäßig . Anna besucht ihn öfter.

Doch bald bekommen sie Probleme mit der DDR-Führung. Finden die Teenager trotzdem noch zueinander? Regisseur Norbert Lechner („Tom und Hacke“, „Ente Gut! Mädchen allein zu Haus“) erzählt sensibel und feinfühlig von einer ersten Liebe unter schwierigen Bedingungen. Sein Film beruht auf einem autobiografischen Roman. Lechner konzentriert sich aufs Bauchkribbeln und Hoffen. Das macht den Film sehenswert.

Das Liebesdrama „Zwischen uns die Mauer“ ist einer von mehreren Filmen, die auf die deutsche Teilung schauen. Im November ist es 30 Jahre her, dass die Mauer gefallen ist.

Anfang November sollen einige Kinos noch einmal Michael Bully Herbigs Drama „Ballon“ zeigen: Es erzählt von zwei Familien, die mit dem Heißluftballon in den Westen flohen. Auch im Fernsehen wird die Wende wieder Thema sein. Das Erste plant einen Agententhriller „Wendezeit“, das ZDF den Dreiteiler „Preis der Freiheit“.

Zum Thema