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„Die kleine Hexe“: Kinderbuch als Film

Wie wird man eine gute Hexe? Das verrät Schriftsteller Otfried Preußler in seinem Kinderroman „Die kleine Hexe“. Generationen von jungen Lesern haben das Buch seit seinem Erscheinen 1957 begeistert gelesen. Nun kommen die vergnüglichen Abenteuer auch ins Kino: Karoline Herfurth spielt die Hexe, die mit 127 Jahren noch zu jung ist, um in der Walpurgisnacht mit den Großen auf dem Blocksberg zu tanzen. Weil sie trotzdem dabei sein will, soll sie beweisen, was sie kann und 7892 Zaubersprüche aus dem dicken Hexenbuch auswendig lernen.

Es kommen in dieser Filmproduktion zwar nicht alle Geschichten des Buches vor und einiges wurde leicht geändert. Doch Regisseur Michael Schaerer hat den Film sehr behutsam und mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Die kleine Hexe ist neugierig, frech und ein bisschen rebellisch. Mit einfachen Erklärungen lässt sie sich nicht abspeisen, schon gar nicht mit dem Satz: Dafür bist du zu jung. Selbst von der bösen Rumpumpel lässt sie sich nicht einschüchtern, hervorragend gespielt von Suzanne von Borsody. Und auch Ratschläge ihres Raben Abraxas, gesprochen von Axel Prahl, hört sie nicht immer gern.

Karoline Herfurth spielt ihre Rolle mit Begeisterung, nicht nur, weil sie von Natur aus rote Haare hat. „Ich habe die kleine Hexe schon als Kind gelesen“, erinnert sich die 33-Jährige. Dafür musste sie nun einiges in Kauf nehmen und viel Zeit in der Maske verbringen, vor allem wegen der langen Hexennase aus Silikon. „Es dauerte jeden Morgen anderthalb bis zwei Stunden, die Nase anzukleben“, erinnert sich Herfurth. Da wäre ein bisschen Hexerei hilfreich gewesen.