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Nach Shakespeare nun Doyle

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„Sherlock Gnomes“: Neues Gartenzwerg-Abenteuer um Gnomeo und Julia mit Meisterdetektiv

Vor sieben Jahren eroberten die animierten Gartenzwerge Gnomeo und Julia nicht nur gegenseitig ihre Herzen, sondern auch die der Kinozuschauer. Die Liebesgeschichte frei nach William Shakespeares „Romeo und Julia“ war einfach so plastisch animiert und hatte solch anarchisch-schöne Einfälle, dass Kinder wie Erwachsene entzückt waren. Nun legen die Macher um Mit-Produzent Elton John nach: Als Vorlage dient erneut Weltliteratur - diesmal wird Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv „Sherlock Holmes“ zu „Sherlock Gnomes“ verballhornt; und erneut ist die Animation sehr gut. Doch irgendwie fehlt hier das, was den ersten Part unwiderstehlich machte.

Zugegeben, es gibt einige nette Einfälle in dem Film des britischen Regisseurs John Stevenson: Die gesamte Geschichte spielt in der putzigen Welt der Keramik- und Deko-Figuren, Menschen kommen höchstens als Stimmen vor. Sherlock und Watson liefern sich etliche amüsant-sarkastische Wortduelle. Und dass die Liebe zwischen Gnomeo und Julia mittlerweile ähnlich viele Risse hat wie ein alter Gartenzwerg, ist ein schöner Schwenk in die Realität. Aber im Ganzen fehlt es der Geschichte an Tiefe. dpa