Kino

Schwierige Suche nach dem Vater

„Wer ist Daddy?“: Zwei Brüder fragen nach

In Hollywood gehört Owen Wilson zur ersten Riege der männlichen Komödienstars. In der US-Komödie „Wer ist Daddy?“ spielt er mit „Hangover“-Star Ed Helms ein Brüderpaar auf Vatersuche, das unterschiedlicher nicht sein könnte.

Helms verkörpert Peter, einen geschiedenen Urologen, der nicht die beste Beziehung zu seinem Sohn hat. Wilson spielt Kyle, einen liebenswerten Taugenichts, der zu Geld gekommen und frisch verliebt ist – und der bald Vater wird. Das Scharnier zwischen den grundverschiedenen Männern: Mutter Helen, besetzt mit Glenn Close. Sie zeigt sich als fürsorgliche und zugleich egozentrische Frau, die nicht weiß, wer der Erzeuger ihrer Söhne ist: „Es waren die 70er, du hast mit jedem geschlafen, den du getroffen hast.“

Jahrelang spinnt sie Lügen über einen Vater, der an Krebs gestorben sei. Durch einen Zufall fliegt das auf und die Vatersuche der Söhne beginnt. Dafür müssen sie in der bewegten Vergangenheit ihrer Mutter wühlen. Genug Kandidaten für eine mögliche Vaterschaft sind da schnell gefunden, und fast alle sind im Land verstreut.

„Father Figures“, wie der Kinofilm im Original heißt, entwickelt sich an dieser Stelle zum Roadmovie. Auf der Fahrt zu den jeweiligen Männern erleben die Brüder abstruse Situationen und kommen sich immer näher. „Hangover“-Kameramann Lawrence Sher inszeniert die Komödie und gibt damit sein Regiedebüt. Das harmonische Zusammenspiel von Wilson und Helms trägt zum Charme des Films bei. Doch die Komödie hält teils zu starr an alten und bewährten Erfolgsrezepten fest.