Kino

Vom Tod eines Tüftlers

Archivartikel

„Rememory“: Science-Fiction-Thriller über eine besondere Erfindung

Der technische Fortschritt scheint unaufhaltbar und durchdringt immer mehr Bereiche des Lebens. Doch was passiert, wenn Erinnerungen digitalisiert werden können und jederzeit abrufbereit zur Verfügung stehen? Der Thriller „Rememory“ zeigt, wohin uns unsere Vergangenheit bringen kann. Eine neue Erfindung macht es möglich. Doch die bringt ihren Nutzer nicht immer an die schönsten Orte. Und ihren Erfinder stürzt sie ins Verderben.

Der geniale und leicht exzentrische Wissenschaftler Gordon Dunn (Martin Donovan) wird kurz nach der Enthüllung seiner bahnbrechenden Erfindung tot in seinem Büro gefunden. Die Umstände seines Ablebens sind mysteriös. War es Mord? Spekulationen führen dazu, dass sich seine Witwe Carolyn (Julia Ormond) immer mehr in ihr Haus zurückzieht. Sie hat vor einiger Zeit die gemeinsame Tochter verloren. Seitdem bröckelte die Ehe. Ein Mann namens Sam (Peter Dinklage) taucht vor ihrer Tür auf und gibt sich als alter Freund ihres Mannes aus. Er will den Tod des Tüftlers aufklären, indem er sich die Erinnerungen der Menschen anschaut, die Kontakt mit ihm hatten. Dabei macht er verblüffende Entdeckungen. Ganz uneigennützig handelt der Architekt nicht.

Denn vor ein paar Jahren hat er seinen Bruder bei einem Autounfall verloren. Er selbst überlebte das tragische Unglück und will sich nun mit Hilfe des Geräts an die letzten Worte des Gestorbenen erinnern. Diese Möglichkeit treibt ihn in das Leben der Dunns. Seines ist seit dem Unfall völlig aus der Bahn geraten.

Die beiden Hauptrollen spielen Dinklage und Ormond. Die beiden überzeugen, indem sie den Zuschauer durch ein Bündel an Emotionen tragen, die in den Erinnerungen stecken. „Rememory“ zeigt sich als Mix aus Science-Fiction und Krimi-Drama, wirkt aber zuweilen unentschlossen und langatmig. Regisseur Mark Palansky („Penelope“) versucht mit Gedankenkonstruktionen und philosophischen Fragen Tiefgang zu schaffen.