Kino

Wie Neonazis ihre Kinder erziehen

Archivartikel

„Kleine Germanen“: Dokumentarfilm erzählt aus dem Leben einer Rechtsextremen

Zucht und Ordnung und bloß nicht weinerlich sein – der Kinofilm „Kleine Germanen“ erzählt von einer Kindheit der anderen Art. Im Mittelpunkt der deutsch-österreichischen Produktion stehen Kinder, die in nationalistisch gesinnten und zum Teil rechtsextremen Familien aufwachsen. Roter Faden ist Elsas Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht und von ihr rückblickend erzählt wird. Sie wird mit rechtem Gedankengut groß und gibt es an ihre Kinder weiter, bis sie an einem dramatischen Wendepunkt aussteigen will. Das Schicksal von Elsa wird als Animation erzählt, dazwischen dokumentarische Szenen, in denen Leute aus der rechten Szene zu Wort kommen sowie Aussteiger und Experten.

Eindrücklich zeichnen die Regisseure Mohammad Farokhmanesh und Frank Geiger die Lebensgeschichte der Frau nach, die um 1970 geboren wurde. Wie sie in der Schule mit rechten Sprüchen aneckt und Gefallen an Konfrontation findet. Ihr Ziel: Ausländer aus Deutschland zu vertreiben.