Kommentar

Heddesheim Glasfasernetz „logistische Herausforderung“

5000 Meter Gräben nötig

Archivartikel

Rund 1,5 Millionen Euro hat der Zweckverband für das Glasfasernetz im Gewerbegebiet Heddesheim veranschlagt. Ob das Geld reicht, muss jetzt die Ausschreibung zeigen. Sie ist fertig und geht im September raus. Dann haben Firmen Zeit, ihre Angebote abzugeben. „Die Lage am Baumarkt ist immer noch angespannt“, weiß Diplom-Kaufmann Thomas Heusel, der operative Leiter des Zweckverbands High-Speed-Netz Rhein-Neckar (Fibernet.rn). Trotzdem bleibt es das Ziel, bereits Mitte Oktober mit den Bauarbeiten zu beginnen und drei bis vier Monate später fertig zu sein.

Die Dimensionen des Projektes sind eindrucksvoll. 5000 Meter Tiefbautrasse müssen gebaut werden. Das sind 30 Zentimeter breite und mindestens 60 Zentimeter tiefe Gräben, in der Regel im Gehweg. Graben auf, Leerrohr rein, Graben zu: So lässt sich vereinfacht die Arbeit zusammenfassen. Die Gräben sind also fünf Kilometer lang, die Kabel werden allerdings noch viel länger sein. Denn sie müssen in weiten Teilen parallel verlegt und in jedes einzelne Haus geführt werden. „Das ist eine logistische Herausforderung“, betont Frank Bartmann, Vertriebsleiter bei Fibernet.

In jeder der 54 Kreiskommunen gibt es zwei Übergabepunkte. Von einer Ringleitung (Backbone) aus geht das Glasfasernetz weiter in die Gemeinden. „Wie ein Spinnennetz, das sich immer weiter verzweigt“, erklärt Bartmann. So wie in Heddesheim gibt es inzwischen in allen Kommunen eine Feinplanung, die Details des weiteren Ausbaus festlegt. Ob dieser erfolgt, entscheiden Städte und Gemeinden gemeinsam mit dem Zweckverband.

 
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