Kommentar

Überall gefragt

Archivartikel

Peter W. Ragge zu auswärtigen Erfolgen der REM

Es ist ein merkwürdiger Kontrast: Am gestrigen Sonntag begann in den Reiss-Engelhorn-Museen (REM) erstmals eine Sommerpause, werden zumindest Teile der Häuser aus finanziellen Gründen geschlossen. Das ist zwar nachvollziehbar, weil bei gutem Wetter in den Vorjahren ohnehin kaum jemand in die Dauerausstellungen ging – aber doch zugleich ein Alarmsignal für die immer schärfer werdenden Sparzwänge des Hauses.

Am heutigen Montag sind Mannheimer Wissenschaftler dann nämlich (finanziert per Benefizveranstaltung) in Frankreich gefragt. Auch in Florenz durften sie schon arbeiten, die Mumien-Ausstellung machte eine Tournee durch die USA sowie sechs Länder Europas, die in Mannheim konzipierte Schau „Eiszeit-Safari“ gastiert nach Erfolgen in Koblenz und Kassel in Mettmann, ehe weitere Stationen folgen. Und das ist der Kontrast: Überall zeigen die Mannheimer Museums-Macher, was sie können – aber in ihrer Heimat haben sie Etatprobleme. Das sollte den Stadträten zu denken geben.