Kommentar

Überfällige Entscheidung

Jan Kotulla zum Weg-fall der Performance-gewichte in der DTM

 

Das einzig Negative an der Entscheidung, die sogenannten Performancegewichte im Deutschen Tourenwagen Masters abzuschaffen, ist, dass der Beschluss erst jetzt getroffen wurde. Es ist völlig unverständlich, weshalb sich die Verantwortlichen der drei Hersteller und von DTM-Organisator ITR sieben Rennwochenenden Zeit gelassen haben und so lediglich noch zwei Termine ausstehen, ehe diese Saison nach den beiden Läufen auf dem Hockenheimring beendet ist.

Das Hickhack um die Ausgleichgewichte war den Fans nie zu vermitteln. Immer wieder wurde am Regelwerk herumgedoktert: Mal war das Qualifying ausschlaggebend für die Zusatzladung, dann wieder das Rennergebnis. Höhepunkt des dilettantischen Handelns war die Einführung eines Zufallssystems zur Ermittlung der Gewichte. Diese Regel hatte nicht einmal einen Tag Bestand.

Jetzt herrscht endlich Klarheit. Die Boliden aller drei Hersteller wiegen ab den Spielberg-Rennen gleich viel. Fans und Fahrer dürfen sich freuen. Denn sportlich fair war die Zusatzbeladung nie. Wurden damit doch erfolgreiche Piloten und Hersteller bestraft.

Angesichts des Ausstiegs von Mercedes zum Saisonende 2018 tut die DTM gut daran, sich den Motorsportanhängern als spannende Rennserie zum Anfassen mit leicht verständlichen Regeln zu präsentieren.