Kommentar

Überfälliger Ansatz

Stefan Skolik zur geplanten Rennserie für Frauen

In seiner aktiven Zeit als Formel-1-Pilot war David Coulthard den Frauen sehr zugetan; angeblich war die Zahl seiner Freundinnen immens. Nach seinem Karriereende und einiger Zeit als TV-Kommentator hat der dem Motorsport noch immer sehr nahestehende Brite sein Herz für Frauen nicht verloren – diesmal jedoch mit einem herausragenden Ansatz, der schon lange überfällig war. In der geplanten „Formel W“ könnten weibliche Talente endlich fundiert und gezielt gefördert werden, ihre Fähigkeiten in Ruhe entwickeln – ohne dem übergroßen Konkurrenzdruck eines gemischten Fahrerfelds ausgesetzt zu sein.

Ist dann ein Toptalent dabei, kann es als perfekt ausgebildete und trainierte Fahrerin den Sprung auch in die Formel 1 schaffen. Körperlich sind dem trotz aller Extrembelastungen keine Grenzen gesetzt, meinen Experten. Dass Frau Formel 1 kann – das hat schließlich zuletzt Susie Stoddart 2014/15 als Testfahrerin bei Williams bewiesen.