Kommentar

Abhängigkeit verringern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hofft auf eine „Renaissance der Batterieproduktion“ in Deutschland. Für die heimische Automobilindustrie ist der Vorstoß bei der Batteriezellen-Produktion weniger die Wiedergeburt von Altbekanntem, sondern vielmehr der Aufbruch ins Unbekannte. Denn bisher ist der Batteriemarkt fest in asiatischer Hand. Die Entscheidungen von VW und Opel (zusammen mit der Konzernmutter PSA) sowie der Bundesregierung, viel Geld in die Herstellung eigener Batterien zu stecken, ist aber richtig.

Opel hat sich zum Ziel gesetzt, die E-Mobilität aus dem Nischendasein zu befreien und bringt im Frühling erstmals ein Corsa-Modell auf den Markt, das es auch mit E-Antrieb gibt. VW produziert erstmals ein E-Auto in Serie. Bisher beziehen die deutschen Autohersteller jedoch 80 Prozent ihrer Batterien aus China, Japan oder Südkorea – und sind damit von ihren asiatischen Lieferanten in hohem Maße abhängig. Bislang schreckten die teuren Investitionskosten und die fernöstliche Marktdominanz die deutsche Wirtschaft vom Einstieg in die Zukunftstechnologie ab.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass auch der Bund mit viel Geld die Batterieproduktion unterstützt. Denn die deutsche Automobilindustrie ist zu wichtig, um die Batteriezellen-Produktion anderen zu überlassen.

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