Kommentar

Aktien machen Arbeit

Rolf Obertreis zur Liste der Kapitalvernichter

Die Liste ist erschreckend. Anleger haben mit Aktien der 50 größten Kapitalvernichter in den vergangenen Jahren viel Geld verloren. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit – es gibt auch eine Liste mit den 50 größten Gewinnern. Deren Kurse haben sich in den letzten Jahren vervielfacht. Die Analyse der Aktionärsvereinigung DSW zeigt: Aktien bieten Chancen, aber natürlich gibt es auch Risiken. Anleger sollten also genau hinschauen. Wie sehen Zahlen und Bilanz des Unternehmens aus, wie das Geschäftsmodell? Wie steht die Branche insgesamt da? Wie sind die Aussichten für das Unternehmen?

„Anlegen ist Arbeit“, heißt es bei der DSW nicht umsonst. Aber sie kann sich lohnen und einen wichtigen Beitrag zur privaten Altersvorsorge leisten. Geld nur auf dem Sparbuch liegen zu lassen bringt in Zeiten von Niedrigzinsen – und die währen womöglich sogar noch zwei Jahre – nichts.

Die Listen der DSW zeigen aber auch, dass das Motto immer heißen sollte: Nicht alle Eier in einem Korb legen. Wer in Aktien investiert, sollte das Investment streuen. Dazu müssen Anleger etwa die 30 Papiere des Deutschen Aktienindex Dax nicht alle einzeln kaufen. Ein Fonds, der alle Aktien beinhaltet, ist eine Option. Ein börsengehandelter Indexfonds, ein ETF, der den Dax nachbildet, ist eine andere. Aber Vorsicht! Auch dahinter steckt Arbeit.