Kommentar

Allenfalls ein Anfang

Jörg-Peter Klotz zum ersten "City Of Music"- Festival

Eines vorweg: Dass die Musikhochschule (MuHo) ein "City Of Music"-Festival auf die Beine zu stellen versucht, ist im Prinzip löblich, überfällig und dringend zur Nachahmung, Kooperation oder Ergänzung empfohlen. Schließlich ist das oft im Mund geführte Etikett, mit dem die Weltkulturorganisation Unesco Mannheim vor gut drei Jahren in ihre Netzwerke kreativer Städte aufnahm, zwar gut fürs Renommee. Aber vor Ort tut sich wenig, was nicht vorher schon getan wurde.

Ähnlich verhält es sich mit der Festivalwoche der Musikhochschule. Die enthielt - etwa mit Ausnahme der Abschlussgala- zum Großteil Routineveranstaltungen, bei denen Studenten ohnehin tagtäglich Spielpraxis sammeln. Dass die MuHo diese durchaus hörenswerten Abende mit einem Flugblatt (aber ohne zentrale Internetpräsenz) als Festival verkauft, etwas mehr ins Schaufenster rückt und teilweise in den Rittersaal des Schlosses verlegt, ist marketingtechnisch ja nicht unklug. Nur: Ob man so dazu beiträgt, den "City of Music"-Status für die Mannheimer greifbarer zu machen? Wohl kaum.

Zum Thema