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Alexander Jungert bewertet den Wirtschaftsunterricht an Schulen: Je mehr Grundlagen gelegt werden, desto besser

Viele Schüler sind in der Lage, Gedichtsinterpretationen in zwei Sprachen zu schreiben. Sie lernen den Schwänzeltanz von Bienen. Oder welche Schichten die Atmosphäre hat. Aber wie man Kreditkosten kalkuliert oder wie man sich um die eigene Altersvorsorge kümmert, davon haben sie meistens wenig Ahnung. Börsen spielen für viele Heranwachsende eher im Kino eine Rolle als im eigenen Leben.

Dabei ist das Wirtschaftssystem ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Ob man den Kapitalismus nun mag oder nicht, zumindest verstehen sollte man ihn. Wirtschafts- und Finanzwissen kann viel dabei nützen, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten. Zumal junge Menschen heutzutage über mehr Geld verfügen als früher.

Daher ist es richtig, dass Wirtschaft an Schulen verstärkt ins Bewusstsein rückt. Je mehr – praktische! – Grundlagen gelegt werden, desto besser. Denn Wirtschaftswissen ist mehr als „nettes“ Zusatzwissen. Es gehört zur Allgemeinbildung. Ohne fällt es auch schwerer, politische Entscheidungen – die oft tief in das eigene Leben hineinreichen – zu beurteilen.