Kommentar

Am Ball bleiben

Anke Philipp über die stockende Turley-Entwicklung

Auch wenn sich die Entwicklung durch den Bauboom in der Region in den letzten Monaten verlangsamt hat, einiges wohl ins Stocken geraten ist – es ziehen langsam aber sicher immer mehr Menschen auf das Konversionsareal in der Neckarstadt-Ost. Da wundert es kaum, dass erste Probleme im Wohnumfeld auftauchen, so mancher, der dort eine Eigentumswohnung besitzt, nun ungeduldig wird. Die Stadt und ihre Projektentwicklungsgesellschaft MWSP sind daher gut beraten, das nicht zu ignorieren und aufs Tempo – zum Beispiel beim Bau der Tiefgarage unter dem Turleyplatz – zu drücken. Und auch den beklagten Durchgangsverkehr darf es nicht geben: Das hat die Stadt in der Tat bei der Entwicklung des Areals den Bürgern versprochen.

Darüber hinaus gilt es, das neue Wohngebiet, in dem einmal 1500 Bewohner leben werden, mit dem Umfeld in der Neckarstadt-Ost besser zu verzahnen. Dazu ist es unbedingt nötig, den Übergang an der Friedrich-Ebert-Straße hinüber zum Eisenlohrplatz und damit zum Wohlgelegen zu gestalten. Und auch die Stadtbahnhaltestelle sollte dort bald gebaut werden. Bezirksbeirat und Politik drängen zurecht seit längerem auf städtebauliche Antworten.

Ein einheitliches Quartiermanagement, das alle Fragen bündelt und die umliegenden Stadtteile (Herzogenried, Wohlgelegen) in den Blick nimmt, wäre wünschenswert. Das Mannheimer Vorzeige-Konversionsprojekt hat es jedenfalls verdient, dass alle Beteiligten bei diesen Themen am Ball bleiben.