Kommentar

Amalie ist angekommen!

Archivartikel

Als sich vor nunmehr fast sieben Jahren eine engagierte Sozialpädagogin von der Diakonie und eine Handvoll Mitstreiter für eine Beratungsstelle starkmachen wollten, die sich Frauen in der Prostitution annimmt, hielt sich die Begeisterung durchaus in Grenzen. Das gilt für die Stadt und so manchen Kommunalpolitiker gleichermaßen.

Um so erfreulicher ist nun die überwältigend positive Resonanz der Amalie-Handtaschenaktion. Nicht nur Firmen, sondern vor allem eine Vielzahl von Privatleuten haben rund 3000 Taschen, Beutel und Rucksäcke gespendet. Und dank des engagierten Einsatzes von etwa 30 Ehrenamtlichen wurde die Aktion zu einem vollen Erfolg. Denn insgesamt kamen mehr als 7000 Euro zusammen. Vergangenes Jahr waren es rund 4000 Euro.

Eine Tradition

Auffällig ist in diesem Jahr nicht nur die wachsende Zahl der freiwilligen Helfer aus den Reihen der Kommunalpolitik sowie der vielen Bürger, die spendeten und kauften. Vielmehr ließen sich sowohl hinter als auch vor dem Stand eine Vielzahl an männlichen Helfern und Taschenkäufern blicken. Das spricht klar und deutlich für die hohe gesellschaftliche Akzeptanz der Beratungsstelle. Übrigens feierte die Benefizaktion in diesem Jahr dritten Geburtstag. Und genießt damit nach guter alter Kurpfälzer Sitte nicht nur Kult-, sondern auch Traditionsstatus. Kurzum: Amalie ist in Mannheim angenommen – und angekommen.

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