Kommentar

Anlass zur Hoffnung

Bettina Eschbacher zu Bilfingers Entwicklung

 

Ja, Bilfinger ist wirklich auf einem guten Weg. Doch angekommen ist das Mannheimer Unternehmen noch längst nicht. Die Route zu Stabilität und dauerhaftem Wachstum ist noch weit. Doch erstmals seit Jahren legt das Unternehmen eine Bilanz vor, die eine bessere Zukunft verspricht. Vor allem, dass Bilfinger in den vergangenen Monaten mehr Aufträge hereingeholt hat, gibt Anlass zur Hoffnung. Zudem kann Vorstandschef Tom Blades überzeugend darlegen, dass er den kriselnden Konzern konsequent umbaut.

Vor einem Jahr hatte er einen detaillierten Weg vorgezeichnet, wie er Bilfinger aus der Krise führen will. Und trotz einiger Rückschläge hat er seinen eigenen Zeitplan eingehalten und die Zwischenziele erreicht. Gestern, bei der Vorstellung der Bilanz 2017, konnte er einige „Häkchen“ machen bei Aufgaben, die erledigt oder zumindest angegangen wurden. Das schafft Vertrauen, das ist wichtig. Als Bilfinger im Sommer 2017 die Prognose wegen Altlasten aus Projekten in den USA senken musste, weckte das ungute Erinnerungen an die Gewinnwarnungen der Vergangenheit. Doch auch diesen Rückschlag hat Bilfinger verkraftet.

Das wichtigste Etappenziel ist aber noch nicht erreicht, spätestens 2019 muss es jedoch so weit sein: dass der Konzern wieder aus eigener Kraft Gewinne macht.

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