Kommentar

Auch mal Positives sehen

Seit Silvester sind jetzt 14 Tage vergangen. Mittlerweile dürften alle Neuinfektionen, die über alle Feiertage verspätet entdeckt oder gemeldet wurden, erfasst sein. Somit sind die Zahlen wieder verlässlicher. Und, keine Frage, immer noch viel zu hoch. Das gilt auch für die Belastung der Krankenhäuser. Dennoch sollte man, gerade in diesen Tagen, nicht immer nur Horrorszenarien zeichnen, sondern auch mal das Positive sehen. Das gibt es schon.

Dafür muss man nur auf den Inzidenzwert schauen, immerhin den von der Politik für entscheidend erklärten Maßstab. Mitte Dezember betrug er noch mehr als 300, Mannheim zählte zu den Corona-Hotspots schlechthin. Jetzt liegt er nicht mal mehr bei der Hälfte und bewegt sich in etwa auf bundes- und landesweitem Niveau. Das ist erfreulich.

Da dieser Wert nur die Neuinfektionen (umgerechnet auf 100 000 Einwohner) der zurückliegenden sieben Tage abbildet, kann er zwar auch schnell wieder steigen. Aber ebenso gut könnte er bis Ende des Monats noch deutlich weiter sinken. Wobei man sich selbst dann bei den aktuellen politischen Debatten keine großen Hoffnungen auf Lockerungen machen sollte.

Umso wichtiger sind mittel- bis langfristige Hoffnungsschimmer. Ausgerechnet SPD-Gesundheitspapst Karl Lauterbach, überschäumendem Lebensgenuss unverdächtig, sagte kürzlich nach dem Impfstart in einem Interview: „Das wird ein super Sommer!“ Geht doch.

Zum Thema