Kommentar

Auf Bewährung

Archivartikel

Jan Kotulla zur Zukunft des Deutschen Touren-wagen Masters

Zumindest hat dieser Schlag die Verantwortlichen nicht unerwartet getroffen. Mercedes hatte bereits Mitte 2017 angekündigt, nach der diesjährigen Saison die DTM zu verlassen – nach 30 Jahren! Es ist nicht das erste Mal, dass die Tourenwagen-Serie den Ausstieg eines Herstellers verkraften muss. 2005 hatte Opel die Reißleine gezogen, Audi und Mercedes schafften es, die Zeit bis 2012 zu überbrücken, ehe BMW überzeugt werden konnte, sich der Konkurrenz zu stellen. Besonders die Macher bei Mercedes hatten mit zusätzlichen Aktionen für die Fans alles versucht, die Attraktivität der Rennserie nicht nur zu halten, sondern zu steigern.

Jetzt ist es an Audi, BMW sowie DTM-Chef Gerhard Berger, möglichst zügig einen Ersatz für die Silberpfeile zu finden. Es wird ein Spagat sein, die Kosten im Griff zu behalten, die Autos zweikampftauglicher, und trotzdem potenzielle Kandidaten nicht abzuschrecken. All zu viele gibt es nicht, die sich dem Duell der Premiumhersteller stellen können. Opel, Ford und Volvo haben bereits abgesagt, auch US-Firmen passen nicht so recht ins Konzept. Anders Toyota mit seiner Marke Lexus. Wichtig wäre dabei sicher, dass die Zuschauerzahlen an den Strecken und die Einschaltquoten beim neuen Partner Sat.1 stimmen.

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