Kommentar

MWSP trennt sich von Tom Bock Group

Auf der Nase herumgetanzt

"MM"-Lokalchef Stefan Proetel zur Reaktion der MWSP auf die Querelen mit der Tom Bock Group.

Die Turley-Bewohner sehen es jeden Tag: Sie leben in einem gelungen sanierten Ensemble aus alten Kasernengebäuden mit sehr viel Charme. Sie sehen aber auch die Dinge, die auf dem Konversionsgelände noch nicht funktionieren. Oder noch nicht da sind, wie die für 2017 versprochene Tiefgarage. Nun hat die MWSP die Reißleine gezogen und ist von allen Verträgen mit der Tom Bock Group zurückgetreten – ein auch in dieser Konsequenz richtiger Schritt. So zufrieden sie grundsätzlich mit der Arbeit des Investors an den Altbauten sein kann: Auf das unerträgliche Hinhalten in Sachen Tiefgarage musste die MWSP reagieren. So darf man sich auch von einem anfangs zuverlässigen Partner nicht auf der Nase herumtanzen lassen.

Der Schritt wird die noch ausstehenden Arbeiten auf Turley und Sullivan aber nicht beschleunigen. Im Gegenteil. Die Suche nach neuen Investoren, nach Baufirmen, die Platz in ihren Auftragsbüchern haben, aber auch das juristische Gehacke, das nun beginnt – all das wird zäh und nervig werden. Denn dass die Tom Bock Group nun ohne zu Murren alles hinnehmen wird, ist nicht vorstellbar. Leidtragende bleiben die Bewohner.

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