Kommentar

Auf Hochtouren

Archivartikel

Jan Kotulla blickt auf den Saisonstart in der DTM

So groß waren die Veränderungen im Deutschen Tourenwagen Masters schon lange nicht mehr. Nach dem Ausstieg von Mercedes zum Ende der vergangenen Saison erwarten die Fans fünf neue Fahrer und alte Bekannte, wie Pau di Resta und Daniel Juncadella, die bei Neueinsteiger Aston Martin für Vortrieb sorgen soll. Die Turbomotoren sind ebenfalls neu, aber einheitlich, genau wie viele weitere Bauteile. Damit will man die Kosten in Grenzen halten. Gleichzeitig sollen Bekanntheitsgrad und Reichweite erhöht werden.

Ob das Kalkül, die DTM internationaler zu machen, aufgeht, bleibt abzuwarten. Immerhin findet das Saisonfinale in Hockenheim statt. Erst danach wird beim gemeinsamen Rennen mit der japanischen Super-GT-Serie in Fuji ein weiteres Zeichen gesetzt. Auf jeden Fall zeugen die Weichenstellungen von Gerhard Berger und seinem Team von einem Plan.

In Zeiten von Diesel-Fahrverboten und Klimanotstand tun die Verantwortlichen gut daran, den Motorsport weiterzuentwickeln. Die Formel E als alleinigen Heilsbringer zu feiern, greift zu kurz. Dazu ist die Faszination an den technischen Raffinessen und dem Sound von „richtigen“ Motoren bei den Fans zu groß. Dass das Interesse ungebrochen ist, zeigt auch die W Series, in der ausschließlich Frauen in Formel-Boliden am Start sind.

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