Kommentar

Bader muss liefern

Jürgen Berger zur Situation des 1. FC Kaiserslautern

Man muss dem 1. FC Kaiserslautern wünschen, dass der nun doch verkündete Einstieg von Investor Flavio Becca die lähmende Unruhe beim Fußball-Drittligisten dauerhaft beendet – und vor allem die überflüssigen Machtspiele und persönlichen Eitelkeiten ein Ende finden. Den Pfälzern läuft nämlich die Zeit davon, um sich im sportlichen Bereich so aufzustellen, dass die hochgesteckten Ambitionen überhaupt erfüllt werden können.

Da die Lizenz-Angst durch die finanziellen Zusagen des Luxemburger Geldgebers vorbei ist, hat vor allem Beccas Vertrauensmann Martin Bader als Kaderplaner endlich die in diesem Arbeitsfeld so wichtige Planungssicherheit – und er muss schnell liefern.

Der lange umstrittene Sportvorstand ist nun gefordert, Trainer Sascha Hildmann eine Mannschaft zur Verfügung zu stellen, die den Aufstieg in die Zweite Liga meistern kann. Denn nichts anderes als die schnelle Rückkehr ins deutsche Fußball-Unterhaus bleibt die Pflicht. Eine dauerhafte Existenz in der Drittklassigkeit kann sich der Traditionsverein aus der Pfalz trotz Beccas Finanzspritze nicht leisten.

Bader muss jetzt leistungsstarke und trotzdem finanzierbare Spieler davon überzeugen, den neuen FCK-Kurs mitzugehen. Das erfordert jede Menge mutige Ideen, da die interessantesten Profis zum jetzigen Zeitpunkt bereits vom Markt sind und die anhaltenden Differenzen in der Clubspitze auch dem Image des FCK nachhaltig geschadet haben.

Kaiserslautern braucht in der schweren Phase des Neustarts in allen Bereichen eine klare Linie – und dazu gehört auch, alle Details des Abhängigkeitsverhältnisses von Becca deutlich zu kommunizieren.

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