Kommentar

Bäderstreit beilegen

Hans-Jürgen Emmerich über die schwarz-grüne Koalition der Kritiker

Das Kombibad in Ilvesheim spaltet Gemeinde und Rat weiter in zwei Lager. Mit dem Umschwenken der CDU ist jenes der Gegner allerdings stärker geworden. Nun gibt es eine schwarz-grüne Koalition, die den Bau zu verhindern versucht. Das ist ihr gutes Recht, vor allem dann, wenn sie die Handlungsfähigkeit der Gemeinde dadurch in Gefahr sieht. Aber CDU und Grüne dürfen dabei zwei Dinge nicht vergessen. Zum einen haben sich die Bürger bei ihrer Abstimmung im Dezember 2015 mit Zweidrittelmehrheit für das Projekt entschieden. Und zum anderen gibt es im Gemeinderat eine klare Beschlusslage für den Bau des Bades.

Dass die Grünen wenige Wochen vor dem Urnengang die Kommunalwahl zur zweiten Abstimmung über das Kombibad machen wollen, könnte ihnen durchaus zusätzliche Stimmen bescheren. Der Schuss kann allerdings genausogut nach hinten losgehen. Auch für die CDU birgt die Ablehnung Risiken. Denn die vielen Ilvesheimer, die das Bad für notwendig halten, könnten den Christdemokraten und den Grünen den Rücken kehren. Dann hätten die beiden Parteien buchstäblich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Es ist an der Zeit, das CDU und Grüne endlich die längst gefallene Entscheidung akzeptieren und den Bäderstreit beilegen. Sonst wird der Zankapfel zu einer Dauerbelastung für die Kommunalpolitik.