Kommentar

Bayern auf der Überholspur

Archivartikel

Jürgen Berger zum Saisonstart in der Basketball-Bundesliga

Die Favoritenrolle in der Basketball-Bundesliga ist vergeben – daran besteht kein Zweifel. Titelverteidiger Bayern München, die Mannschaft mit dem besten Kader und dem höchsten Etat, kann sich über die gesamte Saison gesehen nur selbst schlagen. Durch die Verpflichtung von Nationalspieler Maodo Lo und dem langjährigen NBA-Profi Derrick Williams ist die Qualität noch einmal signifikant gestiegen – zudem haben sich die Bayern ein Hintertürchen für die Verpflichtung des noch immer verletzten Ausnahmekönners Paul Zipser offengehalten, falls dieser nicht in Nordamerika unterkommen sollte.

Keine Frage, die Münchner haben große Ziele. Sie wollen die nationale Liga dominieren und auch in der Euroleague eine gute Rolle spielen. Das wird angesichts der hohen Belastung mit mindestens 30 Vorrunden-Partien auf europäischer Bühne ein bisher ungewohnter Kraftakt.

Davon werden die Rivalen aus Berlin, Bamberg und auch die ambitionierten Frankfurter sicher profitieren – das erhöht die Attraktivität der Liga, die sich dank der Einnahmen aus dem neuen TV-Vertrag mit Telekom und Sport1 auf einem guten Weg befindet. Spätestens in den Play-offs wird dann allerdings kein Weg an den Bayern vorbeiführen.