Kommentar

Bedenklich

Archivartikel

Thomas Spang entlarvt die jüngsten Grenzschutzpläne von US-Präsident Donald Trump

Donald Trump beschwört an der Grenze zu Mexiko einen Notstand, der keiner ist. Seine „Karawanen“ an Einwanderern, die mangels Mauer nun vom Militär am illegalen Grenzübergang gehindert werden sollen, ziehen nur durch den Kopf des US-Präsidenten.

In der Realität haben die Mexikaner den Protestzug von rund 1000 Honduranern längst aufgehalten. Darüber hinaus ging die Zahl der illegalen Grenzgänger seit fast zwei Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Dank besserer Jobmöglichkeiten daheim und zurückgehender Geburtenzahlen gehen heute netto mehr Mexikaner zurück in ihre Heimat, als in die USA kommen.

Trump erfindet eine Scheinkrise, um seinen Anhängern zu beweisen, dass er in Sachen Einwanderung ein harter Kerl ist – trotz seines nicht eingehaltenen Versprechens, eine Mauer an der Grenze zu bauen. Dass die Steuerzahler für die Militarisierung der Südgrenze bezahlen sollen, ist so kostspielig wie bedenklich. Das kommt dabei heraus, wenn Fakten und Fiktion durcheinandergehen – „Fake News“ in Aktion.

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