Kommentar

Beeindruckende Leistung

Archivartikel

Dirk Jansch über die Entwicklung des Columbusquartiers

 

In Zukunft wird großflächiger Einzelhandel von Bauhaus und Segmüller das Bild an der Columbusstraße prägen, doch unter stadthistorischen Gesichtspunkten wird das Quartier untrennbar verbunden sein mit einem enormen humanitären Kraftakt und einem bürgerschaftlich getragenen Beispiel gelebter Willkommenskultur. Als 2015 die Pläne von der B 38 als Ingenieursmeile mit architektonisch anspruchsvollen Gewerbeansiedlungen schon längst unter Dach und Fach waren, stand die MWSP plötzlich vor der Herausforderung, mehr als 6500 Flüchtlinge auf Columbus unterzubringen.

Dass dies innerhalb kürzester Zeit gelingen konnte, ist nicht nur dem engen Kontakt der Vertreter von Stadt und MWSP mit den Behörden von Bund und Land zu verdanken, sondern in erster Linie den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich in Form von Sach- und Kleiderspenden, aber auch Freizeit-, Kultur- und Bildungsaktivitäten um die Asylbewerber gekümmert haben. Unter der Koordination von Deutschem Roten Kreuz und dem Freundeskreis Asyl ist es mit vielen Kooperationspartnern gelungen, den Menschen in Not ein tagesstrukturierendes Angebot zu machen. Eine beeindruckende Leistung! Allein in der Willkommensschule – eine freiwillige Leistung der Stadt – wurden die drei hauptamtlichen Kräfte von 65 Ehrenamtlichen unterstützt.

Zum Thema