Kommentar

Besonnen gehandelt

Archivartikel

Es soll ein spaßiges Ereignis werden – plötzlich finden sich sieben Frauen und Männer aber in einem absoluten Alptraum wieder: Eine Achterbahn, deren Gondeln in voller Fahrt und mehreren Metern Höhe abrupt stehen bleiben. Es geht nicht vorwärts und nicht rückwärts, der Blick nach unten ist unmöglich und sobald der erste Adrenalinschub nachgelassen hat, kriecht die feuchte Herbstkälte durch den Körper. Die Insassen des „Euro Coaster“, die am Mittwochabend eineinhalb Stunden lang auf ihre Rettung warteten und lange Zeit keinerlei Kontakt zu Feuerwehr und Polizei hatten, haben die Ruhe bewahrt und nicht den Kopf verloren. Bemerkenswert!

Zurückzuführen ist das vielleicht auch auf die Rettungskräfte, die bei diesem alles andere als alltäglichen Einsatz besonnen handelten. Die zuerst eingetroffene Polizei konnte die wartenden Anwesenden beruhigen, die Feuerwehr kam schnell mit ihren Rettungskletterern an den Ort des Geschehens. Diese machten sich auf den Weg nach oben, um zu erklären, wie die geplante Rettung abläuft. Die anschließende psychologische Betreuung zeigt, dass die Rettungskräfte auch auf seltene Einsätze gut vorbereitet und alle Fachkräfte schnell zur Stelle sind. Lediglich der fehlende Platz für das Drehleiterfahrzeug, der zeitraubend geschaffen werden musste, ist ein Punkt, der bei der Erstellung zukünftiger Sicherheitskonzepte berücksichtigt werden sollte.

 
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