Kommentar

Besser jetzt als nie!

Archivartikel

Michael Schwarz über die Herkulesaufgabe, den Wald aufzupäppeln.

Da Gegenmaßnahmen auf allen politischen Feldern viel zu spät eingeleitet wurden, ist eine weitere Erderwärmung in den nächsten Jahrzehnten nicht aufzuhalten. Man muss kein Prophet sein, um diese Prognose zu wagen. Dies setzt auch dem Wald zu. Als Folge wird dessen Erhalt und Aufforstung – auch im Südwesten – zur Herkulesaufgabe.

Weil es aber nichts bringt, den Kopf in den Sand zu stecken, gilt hier das Motto: besser jetzt anfangen zu handeln als nie! Jedenfalls ist in den Waldgebieten in den nächsten Jahrzehnten weiter mit Hitze, Dürre und Schädlingsbefall zu rechnen.

Als Reaktion gibt es mit Blick auf die Bepflanzung zwei Theorien: Manche Experten wollen den für Hitze und Schädlinge anfälligen Baumbestand durch resistentere Arten ersetzen. Andere wollen den Wald sich selbst überlassen. Motto: Die resistenten Baumarten setzen sich von alleine durch, die anderen nicht.

Bei der Rettung des Waldes gibt es aber nicht die eine Lösung, so dass am ehesten ein Mix sinnvoll sein wird. Inwiefern Baumpflanzaktionen, die überall in der Republik geplant sind, zur Verbesserung beitragen, darf wegen des geringen Umfangs bezweifelt werden. Aber vielleicht führen die Aktionen zu einer größeren Sensibilisierung in der Bevölkerung für das Thema. Dann würde die Symbolpolitik immerhin etwas bewirken.

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