Kommentar

Bitte keinen Stillstand

Angela Boll fordert eine nachhaltige Lösung

Der Justizminister hat das Problem erkannt. Damit ist immerhin der erste, wichtigste Schritt getan. Aber es liegt noch ein gewaltiger Hürdenlauf vor den Justizbeamten, den Psychologen, Sozialarbeitern und Seelsorgern. Denn sie müssen durchhalten, bis sich die Lage auch tatsächlich entspannt. Mehr Personal und mehr Hafträume - zu dieser Lösung gibt es keine Alternative. Allerdings kann das keiner im Sprint durchziehen. Die Überbelegung in baden-württembergischen Justizvollzugsanstalten in den Griff kriegen zu wollen, wird ein Marathon. Und der braucht Zeit. Jede weitere Stelle, jeder Neubau hilft voranzukommen. Das Schlimmste aber wäre, wenn bei dem Projekt auf den ersten Stellenausbau ein Stillstand folgt. Das Problem muss nachhaltig gelöst werden. Eine Hürde nehmen und die nächsten umlaufen, gilt nicht.

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