Kommentar

Breite Tür

Alexander Jungert zur Investition der BASF in China

 

Die Ludwigshafener BASF bereitet gerade die massivste Investition ihrer Geschichte vor. Rund 8,5 Milliarden Euro sollen in einen neuen chinesischen Verbundstandort fließen. Das Management muss sich seiner Sache sehr sicher sein – trotz drohender Handelskriege und Protektionismus.

Wenn sich der Handel wirklich freier gestaltet, wie von BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller erhofft, und wenn sich die chinesische Wirtschaft wirklich so stark entwickelt, wie vorhergesagt, hat der Ludwigshafener Chemiekonzern eine breite Tür zum asiatischen Markt aufgestoßen. Den Anlegern gefällt diese Vorstellung der Zukunft, gestern ist der Aktienkurs der BASF wieder leicht gestiegen.

Die Belegschaft in Ludwigshafen wird genau verfolgen, was in der chinesischen Provinz Guangdong passiert. Denn die Anlagen werden mit modernsten Technologien ausgestattet sein. Daraus ergeben sich auch dringende Anforderungen für den jahrzehntealten Stammsitz in Ludwigshafen – die Digitalisierung lässt grüßen. Nächstes Jahr beginnen die Verhandlungen für die neue Standortvereinbarung. Schon jetzt erwartet die Arbeitnehmerseite zurecht, dass in Ludwigshafen künftig mindestens genau so viel investiert wird wie in den vergangenen Jahren.

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