Kommentar

Container als Alternative

Timo Schmidhuber hält einen Kompromiss für möglich

Was tun, wenn die Wunschlösung nicht zu haben ist? Ganz verzichten? Oder auf eine Alternative ausweichen, die Schwächen hat? Auf diese Frage lässt sich die wieder entflammte Debatte über eine Anlaufstelle für Trinker zusammenfassen.

Selbst viele Befürworter des Jungbusch-Standortes hätten sich einen zentraleren gewünscht, wie es auch die Kritiker verlangen. Die Stadtverwaltung versichert aber glaubhaft, dass ihr in eineinhalb Jahren Suche kein Vermieter eine geeignete Immobilie überlassen habe. Doch Mannheim braucht eine solche Anlaufstelle, vor allem um den Trinkern auf der Straße zu helfen. Der Kompromiss könnte sein, dass die Stadt die Einrichtung wie geplant auf ihrem Grundstück im Jungbusch errichtet – allerdings nicht in Massiv-, sondern in Containerbauweise. Das wäre günstiger, und man könnte alles wieder abbauen, wenn die Anlaufstelle keinen Zuspruch finden sollte.

Caritas und Drogenverein sind überzeugt davon, dass sie mit einem solchen Haus einen großen Teil der Trinker erreichen. Sie wollen dazu zum Beispiel ihr Klientel in die Gestaltung der Einrichtung einbeziehen. Das alles sollten sie den Fraktionen, die hier Zweifel haben, noch einmal ausführlich erläutern. Reden hilft!