Kommentar

… dann lieber kein Haustier!

Archivartikel

Afrikanische Schlangen, nordamerikanische Schildkröten, asiatische Spinnen – immer wieder erreichen auch unsere Redaktion Meldungen von Sichtungen nicht-einheimischer Tierarten. Ob auf der eigenen Terrasse, der Straße vor dem Haus oder am Ufer des nahegelegenen Flusses – exotische, herrenlose Tiere tauchen in beachtlicher Regelmäßigkeit an den unterschiedlichsten Stellen auf. Die Folgen? Die sind für die Gesundheit des Menschen und die heimische Natur sowie deren Artenvielfalt aufgrund der neuen Fressfeinde unter Umständen dramatisch. Doch das alles muss nicht sein. Nein, es ist sogar zu verhindern.

Meistens sind die tierischen Exoten wohl Geschenke für Kinder zum Geburtstag, zu Ostern oder Weihnachten. Doch die anfängliche Freude über die spektakulären und außergewöhnlichen Präsente und die Euphorie, sie klingen schnell ab, wenn der zeitliche Aufwand und die Kosten für die Pflege zunehmen. Das rücksichtslose Aussetzen ist dann allerdings immer noch nicht zu akzeptieren. Schließlich gibt es Tierheime und Zoohandlungen, die sich um die Pflege und Weitervermittlung der Tiere kümmern. Das alles gilt übrigens auch für klassische Haustiere wie Hund, Katze, Maus oder Vogel.

Familien müssen sich bei der Anschaffung eines Tiers darüber im Klaren sein, dass sich der familiäre Alltag nachhaltig ändert. Tiere benötigen Aufmerksamkeit, Zuwendung und Pflege. Dass die Hauskatze mit dem ständigen „Mach-mir-mal-die-Tür-auf“ und der Vogel mit seinem Gezwitscher einem durchaus auch mal den sprichwörtlich letzten Nerv raubt, damit müssen Tierbesitzer klarkommen. Ist aber nicht genau das auch das schöne an einen tierischen Mitbewohner?

Vor dem Anschaffen eines Haustiers muss sich deshalb jede Familie kritisch selbst hinterfragen. Bei Zweifeln: Lieber kein Haustier!

 
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