Kommentar

Das Rennen ist gelaufen

Archivartikel

Stefan Skolik zu den Titelchancen von Sebastian Vettel

Natürlich kann Ferrari-Star Sebastian Vettel noch aus eigener Kraft zum ersten Mal mit den stolzen, aber immer nervöser werdenden Italienern Weltmeister werden. Dafür müsste er jedoch alle sechs verbleibenden Rennen gewinnen, um auf Nummer sicher zu gehen. Verlässt Vettel hingegen den Schwarzmeerkurort Sotschi mit mehr als 35 Punkten Rückstand auf den bestechend fahrenden Mercedes-Konkurrenten Lewis Hamilton, dann liegt das WM-Schicksal nicht mehr in seinen Händen. In diesem Fall würde es dem Briten selbst hinter einem dauersiegenden Vettel reichen, stets als Zweiter ins Ziel zu kommen.

2013 hat Vettel schon einmal einen sagenhaften Endspurt zum Titel hingelegt, er gewann neun Grand Prix am Stück und holte damals mit Red Bull seinen vierten WM-Titel – seinen bislang letzten. Dass ihm ein solches Bravourstück noch mal gelingt, ist kaum wahrscheinlich – zu viele Fakten sprechen dagegen. Zum einen hat Vettel in Sotschi noch nie gewonnen, seine besten Resultate bisher waren zwei zweite Plätze. Zum anderen fährt Hamilton einfach zu stark und abgeklärt – diese WM-Chance lässt sich der Brite nicht mehr nehmen.

 
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