Kommentar

Der Traum lebt

Stefan Skolik zur Zukunft der deutschen Volleyballteams

Die Schwäche der sehr jungen deutschen Frauen-Mannschaft im entscheidenden Finale war diesmal ganz klar ihre Nervosität und Unerfahrenheit. Nach der Enttäuschung über die so knapp verpasste Olympia-Qualifikation und der 0:3-Finalniederlage gegen die Türkei muss sich der Blick bei den Volleyballerinnen aber schnell nach vorn richten. Denn anders als die Männer, die ebenfalls die Sommerspiele 2020 verfehlten, hat das Team um Diagonalangreiferin Louisa Lippmann eine vielversprechende Zukunft vor sich. Während die DVV-Männer den Ausstieg von Georg Grozer verkraften müssen und vor einem gewaltigen Umbruch stehen, wird das junge Frauenteam zusammenbleiben, aus seinen Fehlern lernen und dabei immer weiter reifen. Die Voraussetzungen dafür stimmen.

Internationale Titel und Olympia sind kein ewiger Traum – das hat schon das aktuelle Qualifikationsturnier gezeigt. Im Eröffnungsspiel hatten die DVV-Frauen die Türkei noch mit 3:1 bezwungen und auch ansonsten einen starken Auftritt ohne Niederlage hingelegt. Kommt nun noch mehr Erfahrung hinzu, kann die am Sonntag noch alles überlagernde Nervosität abgelegt werden und ein Coup gelingen.

 
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