Kommentar

Die richtigen Maßnahmen

 

Wird nicht gehandelt, kann die Afrikanische Schweinepest jederzeit auch in Deutschland ausbrechen. Die Seuche ist nicht mehr weit weg, schließlich sind bereits Tiere in Tschechien infiziert. Dort wurde das Thema zu lange auf die leichte Schulter genommen. Dass im Nachbarland inzwischen Polizeischützen auf Wildschweinjagd gehen, zeigt, wie groß die Panik vor den Schäden für Tiere, Natur und Wirtschaft inzwischen ist.

Daher ist es vernünftig, präventiv und mit Weitsicht ein umfassendes Maßnahmenpaket zu schnüren, wie es Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) jetzt für den Südwesten getan hat. Ziel muss es sein, den Bestand der Wildschweinpopulation besser zu kontrollieren und – das wird vielen Tierschützern nicht gefallen – wenn nötig auch drastisch zu reduzieren. Deswegen ist es richtig, in diesem Jahr einmalig die Schonzeit bei der Schwarzwildbejagung auszusetzen, intensiver weibliche Wildschweine zu bejagen und generell die Jäger technisch besser auszustatten.

Allerdings gehört zur Wahrheit, dass eine hundertprozentige Kontrolle der Afrikanischen Schweinepest nicht möglich ist. Schließlich können nicht ganze Gebiete hermetisch abgeriegelt werden. Bleibt nur der Trost, dass die Afrikanische Schweinepest für Menschen ungefährlich ist.

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