Kommentar

Die Richtung stimmt!

Thorsten Langscheid begrüßt die Diskussion über den Radverkehr

Feiern, aber auch die ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung mit den politischen Themen rund um Stadtverkehr und Mobilität der Zukunft suchen – dieses Konzept weist in die richtige Richtung. Hinzu kommt die Möglichkeit, für ein paar Stunden zu zeigen, dass es in der Innenstadt zumindest in bestimmten Bereichen auch ohne Auto gehen kann. Der Aha-Effekt im vergangenen Jahr in der Fressgasse, als bei schönstem Sommerwetter Tausende von Besuchern in den Quadraten ohne Lärm und Blechlawinen flanierten, ist vielen noch in Erinnerung. Man muss deswegen nicht gleich die komplett autofreie Innenstadt fordern – nein: Aber darüber nachdenken, wo weniger Autoverkehr und mehr Aufenthaltsqualität für Bewohner, Beschäftige und Einkaufskunden geschaffen werden könnte, dürfte sich lohnen.

Die „Monnem Bike“-Macher haben diese Richtung im vergangenen Jahr eingeschlagen und damit einiges in Bewegung gebracht. 2018 gehen sie nun den Weg der kleinen, positiven, kurzzeitigen Veränderungen konsequent weiter: Gut möglich, dass sich eine konstruktive Diskussion über den Mannheimer Stadtverkehr der Zukunft auch an der zweiten Ausgabe des Fahrradfestivals entzündet. Dass Verkehrsminister Winfried Hermann eigens dafür nach Mannheim kommt, hat hohe Signalwirkung: Die Richtung, die das Fahrrad-Festival „Monnem Bike“ eingeschlagen hat, stimmt jedenfalls!

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