Kommentar

Die Zeit ist reif

Archivartikel

Thorsten Hof zur Situation vor der106. Tour de France

Auch wenn die Sprintankünfte bei der Tour de France in diesem Jahr nicht die gewohnt deutsche Note haben dürften, können sich die Fans aus nationaler Sicht dennoch auf drei spannende Wochen freuen. Das liegt vor allem daran, dass in Frankreich eine Generation von Fahrern an den Start geht, die immer für eine Überraschung gut ist und Geschichten schreiben kann, wie man sie eben nur von der Tour kennt.

Prädestiniert dafür ist beispielsweise der frischgebackene deutsche Meister Maximilian Schachmann, der mit seiner unkonventionellen Fahrweise vor allem auf den Überführungsstrecken ein Kandidat für Etappensiege ist. In den Fokus rückt zudem Simon Geschke, der nach seinem Wechsel zum polnischen Rennstall CCC nun noch mehr Freiheiten haben dürfte und einen ähnlichen Coup landen könnte, wie 2015 bei der Bergankunft in Pra-Loup.

Und was die Gesamtwertung betrifft, hat das deutsche Bora-hansgrohe-Team mit Emanuel Buchmann tatsächlich einen Profi am Start, der mittlerweile die entsprechende Reife haben sollte, um das erste Mal bei einer dreiwöchigen Rundfahrt unter die besten Zehn zu fahren. Der bisherige Formaufbau in diesem Jahr nährt die Hoffnung auf solch ein respektables Ergebnis und der eher introvertierte Ravensburger hat zuletzt angedeutet, dass er auch deutlich offensiver fahren kann als bisher.

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