Kommentar

Diskussion auf Augenhöhe

Warum gelingt es der Stadtverwaltung offenbar immer seltener, mit ihren eigenen Bürgern auf Augenhöhe gedeihlich zu diskutieren? Nach einer ersten, chaotisch verlaufenen Präsentation städtischer Überlegungen für eine künftige Nutzung des Areals und einer zweiten, stark reglementierten Info-Veranstaltung im vergangenen Jahr, formiert sich nun eine Bürgerinitiative mit klaren, alternativen Vorstellungen. Das ist auf jeden Fall eine gute Sache, denn Demokratie lebt davon, dass die Menschen sich dafür interessieren, was in ihrer Umgebung geschieht. Und dass sie mitreden wollen.

Die Ideen und Wünsche der Anlieger gilt es nun zu respektieren. Die Planer und Konversions-Macher im Rathaus müssen sich damit auseinandersetzen, was die Menschen vor Ort meinen – sie müssen ihre am grünen Tisch erdachten Ideen dem Realitäts-Check unterziehen und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen. Dabei sind – etwa in Sachen Lärmschutz – kreative Lösungen besonders gefragt.

Und das mit Respekt, das gilt natürlich in beide Richtungen. Einen Anspruch darauf, dass immer alles so bleibt, wie es ist, den gibt es nirgendwo auf der Welt und auch nicht in Suebenheim. Deswegen sind die Überlegungen der Planer und Konversions-Macher mindestens ebenso begrüßenswert wie die der BI. Es geht schließlich darum, Vermögen, das dem Bund – also uns allen – gehört, sinnvoll zu nutzen. Darüber muss auf Augenhöhe gedeihlich geredet werden.

Zum Thema